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7. Dezember 2008
Gurken
In diesem Jahr hatte es mich mal gereizt verschiedene Gurken anzubauen.
Im zeitigen Frühjahr wählte ich möglichst ganz unterschiedliche Sorten aus. Einige davon habe ich schon in den letzten Jahren angebaut, andere sollten das erste Mal in meinem Garten wachsen.
Ausgewählt hatte ich folgende Sorten:
- Ei des Drachen
- Braune Netzgurke Sikkim
- Richmond Green River
- Zitronengurke
- Chinesische Schlangen
- Long White
- Melothria scabra (eßbare Ziergurke)
- Chinesische Landgurke
- Delikateß
- Belcanto F1
- Flamingo F1


Mitte April habe ich dann losgelegt, von jeder Sorte landeten zwei Körnchen in 11er Töpfe. Manche ließen nicht lange auf sich warten und zeigten zartes Grün nach ein paar Tagen.
Leider waren aber auch Sorten dabei die überhaupt nicht keimen wollten, darunter meine Lieblingssorte die Sikkim. Bei der klappte es leider auch nicht mit der Nachsaat.
Also mußte ich mich mit nur 10 Sorten benügen.
Mitte Mai pflanzte ich dann das Ei des Drachen, Long White, Chinesische Landgurke und Flamingo F1 ins Gewächshaus. Die anderen Gurken pflanzte ich ins Freiland. Ganz ähnlich wie bei den Tomaten habe ich die Gurken tiefer gesetzt um mehr Wurzelwachstum anzuregen.
   
Gurkenerfahrene Leser werden es vielleicht schon gemerkt haben, es war eine jungfernfrüchtige Sorte, die Flamingo F1, dabei.
Wenn nur weiblich blühende Gewächshausgurken mit Normalsorten zusammen gezogen werden, kann der Pollen einer einzigen männlichen Blüte die Früchte der nur weiblich blühenden Pflanze bitter machen und verdrehen. Das war bei meiner Flamingo F1 dann auch der Fall.
Bei den Wildsorten und älteren Sorten entstehen zuerst eine Menge männliche Blüten die der Bestäubung dienen.
Durch Züchtung sind Sorten entstanden die überwiegend oder rein weibliche Blüten bilden. Damit diese gut Früchte ansetzen sollten diese Sorten mit gemischt blühenden Befruchtersorten angebaut werden.
Es gibt aber auch neuere sogenannte jungfernfrüchtige Sorten die an rein weiblichen Blüten ohne Bestäubung fruchten.
Diese Sorten sind nicht auf Bienen oder andere Insekten angewiesen was praktisch in kühlen Sommern oder in Gewächshäusern ist.

Es ist also wichtig vorher zu wissen was man für Sorten zusammen anbaut.
   
Noch ein paar Tipps:

Gurken lieben lockeren humosen Boden, sehr viel Wärme und viel Dünger aber wenig Stickstoff.
Dagegen mögen Gurken nicht so gerne Wind.
Da die Wurzeln viel Sauerstoff benötigen ist es wichtig daß der Boden nicht verschlämmt, mulchen ist hilfreich.
Die Blätter sollten nicht naß werden, am besten mit abgestandenem Regenwasser in ein eingegrabenes Töpfchen gießen. Viele Gurken neigen dazu bitter zu werden wenn etwas nicht in der Kultur paßt, dazu kann auch kaltes Gießwasser, unregelmäßige Wassergaben und Ähnliches gehören. Morgens ernten kann vorteilhaft sein.
Von einer Gartenfreundin bekam ich den Tipp die Samen von gemischtblühenden Sorten nicht im ersten Jahr auszusäen sondern zwei/drei Jahre zu warten das erhöht die Anzahl der weiblichen Blüten.
 
Meine Gurken habe ich an senkrecht befestigten Estrichmatten aufgeleitet.

Am besten getragen haben Richland Green River, Chinesische Landgurke und Long White.
Leider gaben fast alle Gurken Mitte bis Ende August auf.
Einzig die Melothria wuchs und fruchtete bis Ende Oktober.
Im nächsten Jahr werden bestimmt wieder Gurken in meinem Garten wachsen und wer weiß vielleicht erzähle ich dann wieder davon.
 
Schöne Adventszeit wünscht Elke
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