Ein Garten in Norddeutschland
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Die Blümchen-Auslese
Ausgabe Nr.27 erstellt am 15.06.2010
Das Rosennetzwerk
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Erdhände – Pflanzenhände - Jäthände – saubere Hände – heile Haut

Das wichtigste Pflanz-, Jät- und manchmal sogar auch Grabwerkzeug im Garten sind unsere Hände.
Mit bloßen Händen in der Erde zu arbeiten ist für viele eine sinnliche Erfahrung. Wie sehnt man zum Winterende die Zeit herbei, die es wieder zulässt, in der Erde zu arbeiten und sie zu spüren!
Es gibt garteninfizierte Menschen, die im Winter heimlich in Säcken mit Pflanzerde wühlen, nur um mal wieder annähernd dies Gefühl zu bekommen.
Tomaten ausgeizen oder Läuse an Rosentrieben abstreifen, gelingt mit keinem Werkzeug so gut, wie mit unseren Fingern.
Je nach getaner Arbeit haben die Hände hinterher die unterschiedlichsten Beschichtungen und Färbungen. Wer Walnüsse hat, weiß auch, dass Walnussschalen Haut und Nägel intensiv färben und man noch mindestens 8 Tage lang sehen kann, was man gearbeitet hat.

Für etliche Arbeiten ist es sinnvoll, sich mit Handschuhen zu schützen, auch gibt es viele Menschen, die aus beruflichen Gründen stets penibel saubere Hände vorweisen müssen und auch andere, die aus gesundheitlichen Gründen den Hautkontakt mit Erde oder Pflanzen vermeiden sollten.
Handschuhe für spezielle Arbeiten braucht man gar viele, wenn man nicht zur Hardcore-Gärtnerfraktion gehört und auf jeglichen Schutz verzichtet.

Abgestuft nach Schwere der Arbeit, ist auch die Neigung, die Handschuhe einzusetzen.

Feste Lederhandschuhe, vorzugsweise mit Stulpen, um alles, was Dornen hat, zu schneiden und zu bändigen, verwenden wohl die meisten, weil ernste Verletzungen und darauffolgende Arztbesuche bei solchen Arbeiten ohne Schutz, nicht auszuschließen sind. (Die, welche auf diese Handschuhe verzichten, können manchmal von Mitmenschen nett gemeinte Ratschläge, einen Psychologen aufzusuchen, bekommen.)

Für zartere Hände empfehlen sich Arbeitshandschuhe bei Arbeiten mit Hacke, Spaten und Schaufel

Gummihandschuhe oder beschichtete Baumwoll- oder beschichtete gestrickte Handschuhe werden gerne für Pflanz- oder Erntearbeiten verwendet. Viele schwören auf die japanischen Fabrikate.

Dünne Latex- oder Nitrilhandschuhe finden ihren Einsatz dort, wo viel Gefühl vonnöten ist, beim Pikieren oder Jäten

Gartenbesitzer, welche außer den Lederhandschuhen beim Dornengestrüpp keinen mechanischen Schutz verwenden, erkennt man an ihren Händen.
Wer sich die gesamte Gartensaison nicht mit rissigen und mit von Erde oder Pflanzensäften gefärbten und gegerbten Händen zeigen will, muss einiges zur Pflege seiner Hände tun!
Bei der Recherche in diversen Gartenforen stößt man auf viele interessante Hausmittel und auch auf viele Markenempfehlungen.

Eine mehrdeutige alte Redensart aus Kaisers Zeiten gilt hier immer noch: „Schmieren und salben hilft allenthalben ...“
Auch wenn es damals für Kutschen und alles mit Rädern Geltung hatte und im zweiten Teil des Spruches:„…hilfts nicht bei den Kärren, hilfts beiden Herren.“ auf Schmiergeld angespielt wurde, lässt es sich doch auch hervorragend auf die Handpflege übertragen.

Viele schwören auf einen Schutz der Hände und Nägel, bevor man mit der Arbeit im Garten beginnt.

Dazu wird z.B empfohlen, einige Zeit vorher die Hände mit einem guten Pflanzenöl einzufetten und einwirken zu lassen. Darauf achten, dass es ein kaltgepresstes Öl ist. Gut für die Haut sind Öle mit einem hohen Gehalt an Vitamin E, wie z.B. Sonnenblumen oder Distelöl. Als edlere Variante kann auch Mandelöl oder Olivenöl verwendet werden.

Um Trauerrändern unter den Nägeln vorzubeugen, kann man mit den Nägeln über ein Stück Seife streifen. Damit werden die Hohlräume mit Seife gefüllt und ein Eindringen der Erde verhindert.

Um nach der Arbeit Schmutz und Verfärbungen zu entfernen, lohnt es sich eine gute Handbürste und eine gute Seife oder eine gute Seife mit Schmirgelstoffen anzuschaffen. Manche Läden oder Bezugsquellen im www bieten spezielle Gärtnerseifen an, welche außer verschiedenen Kräuterzusätzen z.B. Bims, Mohn oder Haferkleie enthalten, die leicht scheuernd wirken.

Für die anschließende Pflege nach der Reinigung gibt es viele Hausmittel und Tipps, aber kein Patentrezept. Nicht jede Haut verträgt alles. Jede/r muss für sich selbst herausfinden, was ihr/ihm gut tut!

Gegen rissige Haut helfen harnstoffhaltige Präparate, wie z.B. eine Schrundensalbe.

Oder etwas aufwändiger: Haferflocken mit etwas Honig und warmen Wasser (maximal 45°C) zu einem Brei verrühren, in Gummihandschuhe füllen, diese über die Hände ziehen und eine Zeit lang sanft kneten. Wenn der Brei beginnt anzutrocknen, abwaschen

Ein Bad in Kamillentee hilft bei entzündeten Kratzern.

Wer eine Aloe vera besitzt, sollte es einmal versuchen, sich die Hände mit dem austretenden Saft von einem kleinen abgeschnittenen Blattstück einzureiben. Der Saft zieht ein, ohne zu schmieren, pflegt und heilt die verletzte und beanspruchte Haut.

Damit stark beanspruchte Hände wieder weich und glatt werden, lohnt es sich, sie ab und zu mit einer Packung zu verwöhnen. Das heißt, die Hände werden dick mit dem jeweiligen Pflegeprodukt eingerieben und dann in Baumwollhandschuhe gesteckt; am besten behält man die Handschuhe über Nacht an. Dazu verwendet werden kann: Mandelöl, Olivenöl, Panthenol-haltige Salbe, reine Kakaobutter, propolis- und kräuterhaltige Lanolincreme.

Es gibt doch nichts schöneres, als mit bloßen Händen die Erde und die Pflanzen zu spüren!

Bei der Bitte um Bilder zu diesem Artikel kam im Blümchenforum die Frage auf:
„Wie die eigenen Hände fotografieren?“ - Inge konnte uns weiterhelfen.
Mit ein wenig Flexibilität:
Die Kamera vorbereiten, in den Mund und mit der Zunge einmal 'rum thum Authlöther. Kurth den Thpiegel vorgehalten, damit man im Dithplay dath Ergebnith überprüphen kann und dann nur noch den Korkenthieher, um das Ding wieder Hervorthuholen

Ein Beitrag von Bea

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